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"Perle der Halbinseln
und der Inseln". So beschrieb der lateinische Schriftsteller
Catull gern Sirmione, eine kleine Halbinsel im Süden des Gardasees.
Ein Ort mit einer weit zurückreichenden Geschichte und herrlicher
Landschaft, die zahlreiche Dichter und Schriftsteller in ihren Lobgesängen
beschrieben haben.
Sirmione bewahrt bis heute die Zeugnisse seiner Geschichte, unter
denen die prächtige Villa hervorragt, die als die "Grotten
des Catull" bekannt ist und bis auf die Anfänge des
I. Jahrhunderts n. Chr. zurückgeht; sie wurde von Caio Valerio,
einem Chronisten aus Verona, Catull zugeschrieben.
In den Überresten der schönen römischen Villa befindet
sich das Antiquarium: ein Museum, das neben dem Plan
der Villa fotografische Zeugnisse der Ausgrabungen und der Restaurierung
der Funde besonderen Interesses zeigt: Bodenmosaiken, Bronzegegenstände,
Keramik, Bruchstücke von Stuckwerken und Fresken, eine Skulptur,
die den Kopf eines der Dioskuren darstellt, und andere Funde.
In der Nähe der Grotten des Catull liegt die schöne Kirche
San Pietro in Mavino, langobardischen Ursprungs. Sie besteht aus
einem Schiff mit mittelalterlichen Fresken, die Christus als Richter,
die Kreuzigung und die Madonna mit Kind darstellen.
Um das XIII. Jahrhundert wurde die Burg der Scaliger auf den
Resten einer römischen Festung erbaut. Der Bau erfolgte durch
die Scaliger auf Wunsch Venedigs als Gegenleistung für die Bewahrung
des Lehens.
Das kürzlich restaurierte Schloss ist einer der bedeutendsten
Anziehungspunkte. Eine der Zugbrücken, die den Festungsgraben
überquert, ist die einzige Verbindung zwischen den beiden Teilen
Sirmiones. Der 47 Meter hohe Wachturm bietet einen einzigartigen Blick
auf das Panorama des Gardasees.
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